Der Begriff „Lesbisch“ ist nicht eindeutig definiert. Er bezeichnet sowohl den sexuellen Intimverkehr zwischen Frauen wie auch das Leben in einer Beziehung, die von ihr gewählt wurde und schließlich eine eindeutige sexuelle Präferenz. („weibliche Homosexualität“).
„Lsebisches“ Paar in moderner Fotografierpose
Hier beschreiben wir die Begriffe, die in Diskussionen um das „Lesbisch sein“ in Diskussionen verwendet werden.
Weibliche Homosexualität wird, wie die männliche auch, als „essenziell“ bezeichnet und daher als „angeboren, nicht frei gewählt“ dokumentiert.
„Lesbisch sein“ bedeutet für die Betroffene, sich als weibliche Homosexuelle zu definieren, also als „ausschließlich homosexuell“ auf der bereits erwähnten „essenziellen“ Grundlage.
Von anderen Personen als „lesbisch“ bezeichnet zu werden, bedeutet meistens, dass die so bezeichnete Frau intime oder erotische Beziehungen zu einer anderen Frau hat, die über die reine Freundschaft hinausgehen. Diese Frauen sind oftmals nicht homosexuell und fühlen sich auch nicht als „Lesbierinnen“.
„Eine Frau zu lieben“ bedeutet für Frauen nicht zwangsläufig, homosexuell oder „lesbisch“ zu sein, sondern genau das, was es aussagt: Diese Frau liebt jetzt und hier eine Frau. Wenn sie dies offenlegt, „outet“ sie sich nicht, wie oft behauptet wird.
„Bisexuell zu sein“ ist eine Aussage, die aus dem Wissenschaftsbereich in den Volksmund als „bildungssprachlicher Begriff“ übernommen wurde. Dies kann zutreffen oder auch nicht , denn eine bisexuelle Beziehung zu haben, sagt keinesfalls aus, dass jemand sich als „Bisexuell“ definiert.
Bi-neugierig sein (hauptsächlich für Frauen gebraucht) steht für den Wunsch einer Frau, sich von einer anderen Frau lieben oder verführen zu lassen, um die sinnlichen Besonderheiten einer solchen Beziehung zu erleben.
„Heteroflexibel“ zu sein bedeutet (ebenfalls oft für Frauen verwendet, sonst geschlechtsneutral), hauptsächlich dem anderen Geschlecht, aber, falls sich die Gelegenheit ergibt, auch dem gleichen Geschlecht zugeneigt zu sein.
„Sexuelle Veränderlichkeit“ oder „Fließende Sexualität“ (sexual fluidity) nennt man die Tendenz, in der sexuellen Präferenz wandelbar zu sein, also mal das eine, mal das andere Geschlecht zu lieben und Beziehungen einzugehen. Dieser Begriff wurde von der Psychologin und Feministin Lisa Diamond nach umfassenden Forschungen an Frauen vorgeschlagen.