Striptease

Kurz gefasst - die Definition Im Lexikon

Striptease bedeutet „ausziehen um zu reizen“. In der Regel wird damit die Kunst des erotischen Ausziehens bezeichnet, die von sinnlichen Bühnenshows bis zu Vulgärstriptease in schmuddeligen Klubs reicht.

Bild: Bühnenshow einer professionellen Tänzerin.

AusfĂĽhrlich - die Wortverwendung

Striptease kann in verschiedener Weise ausgeführt werden. Der klassische Striptease, auf Deutsch auch Schönheitstanz genannt, ist ein künstlerisch hochwertiger Tanz, in dem sich die Darstellerin nach und nach entkleidet. Der Strip in Bars und „Kaschemmen“ ist hingegen oft nur ein Mittelt, um Männer zu animieren. In der heutigen Zeit wird Striptease auch sportiv an Stangen getanzt, an denen die Darstellerinnen beinahe artistische Leistungen vollbringen.

Ob die Darstellerin am Ende wirklich nackt ist oder noch eine Art Trikot trägt, ob ein Cache-Sex verwendet wird oder ob der Slip nicht ausgezogen werden darf, liegt zumeist nicht in der Hand der Darstellerin, sondern in den örtlichen Gegebenheiten, Ritualen und Gesetzen.

In angelsächsischen Ländern ist es üblich, dass Hausfrauen auf Wohlfahrtsveranstaltungen strippen, um Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Auch ein Import aus angelsächsischen Ländern ist der Männer-Strip.

Vorläufer der "Stripperinnen"

Im Grunde kommt der sinnliche Tanz aus dem Orient. Schon in der Bibel ist die Rede von einer Tänzerin, die dort als „Salome“ bezeichnet wird. In den Augen vieler Künstler des 19. Jahrhunderts wurde sie als Sinnbild idealer Schönheit und faszinierender Erotik angesehen. Wegen der musisch-tänzerischen Ausbildung der Haremsdamen wurden sie in zahllosen Darstellungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts dargestellt - meist dürftig bekleidet mit großer erotischer Ausstrahlung.

Später wurden auf manchen Bühnen „Schleiertänze“ („Tanz mit sieben Schleiern“) oder „Schönheitstänze“ aufgeführt. Sie alle gelten als Vorbild für Künstlerinnen, die heute noch Entkleidungstänze zelebrieren.

Körperliche Wirkung und Flirtmöglichkeiten

Das kunstvolle Ausziehen hat sowohl eine ästhetische wie auch eine erotische Komponente, und bei einem Bodensatz der Künstlerinnen auch eine vulgär-sexuelle. Die erotische Wirkung auf Männer ist teilweise enorm, und zwar je näher sich die Stripperinnen und die Zuschauer kommen dürfen. Deshalb erlauben manche Länder keine direkten Kontakte zwischen Stripperinnen und Zuschauern. Seit einiger Zeit wird auch über den „Lap Dance“ (Schoßtanz) diskutiert, der auf der einen Seite für private Rollenspiele empfohlen wird, auf der anderen Seite aber wegen der sexuellen Intimimität als „unzüchtig“ angesehen wird.

Erotische Bedeutung

Die erotische Wirkung des kunstvollen Ausziehens ist unumstritten, jedoch werden nicht alle Darbietungen seitens der männlichen Zuschauer als erotisierend empfunden.

Der Strip zu Hause, fĂĽr Liebhaber, Freund und Ehemann

Der „private Strip“ kam erst in den 1980-er Jahren auf, nachdem die Protagonistin („Elizabeth“) im Film 9 1/2 Wochen einen grandiosen Strip für ihren Liebhaber zeigte. Im Grunde handelte es sich dabei um ein Rollenspiel. Ähnliche Spiele mit frivolen Dessous und verführerischen. teils „ordinären“ Posen waren zwar schon längere Zeit bekannt, fanden aber kaum Einzug in die ehelichen Wohnungen. Erst, als andere Rollenspiele in Mode kamen, wurde auch das erotische Ausziehen wieder populär.

Fetischismus und SchmerzlĂĽste

Ein Teil des heutigen Strips wird als Domina-Nummer dargeboten, um den fetischistischen Neigungen der Männer Rechnung zu tragen. Auch Sadisten kommen gelegentlich auf ihre Kosten, zum Beispiel, wenn sich die Künstlerinnen während der Darbietung heißes Wachs auf die Brüste gießen.

Synonyme, Redewendungen und verwandte Begriffe

  • Ă„hnlich: Strip, Stripperin, Stripper


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