Der Begriff „Cunnilingus“ ist, wie zu erwarten, lateinischen Ursprungs, und besteht aus dem Wortteil „Cunnus“ für die weibliche Schamregion und „Lingua“ für die Zunge. Im Volksmund sagt man dazu auch „Muschi lecken“.
Dabei werden Vulva, Vagina und Klitoris mit Zunge und Lippen stimuliert. Während manche Frauen diese Praktik aus voller Lust genießen, lassen sie andere gar nicht zu. Unter jungen Paaren ist es inzwischen üblicher geworden, einander zunächst oral zu verwöhnen, bevor der Geschlechtsakt aufgenommen wird. Cunnilingus zu empfangen und zu geben, gehört zu den meistgenannten erotischen Fantasien.
Die gegenseitige, zeitgleiche Stimulation zwischen Frau und Mann vermittels Fellatio und Cunnilingus allgemein „69“ genannt, nach der Stellung, die von den Partnern dabei verlangt wird. Diese Stellung hat an Attraktivität deutlich verloren, weil sich weder Frau noch Mann wirklich auf die Reaktionen des/der jeweils anderen konzentrieren können.
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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam aus den Französischen das Wort „gamahucher“ in den englischen Sprachgebrauch. Es scheint aus dem Begriff „hocken“ aus dem altfranzösischen hergeleitet zu sein (hocher) . Ob der griechische Buchstaben „Gamma“ der Ursprung des ersten Wortteiles war? Als Kleinbuchstabe geschrieben (γ), stellt er den weiblichen Schritt dar.. Diesem Begriff entspräche auch der Jargonausdruck: „Dining at the Y“, zu deutsch wörtlich in etwa „Im Y genießen“. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ein findiger Autor dieses Wort erschuf, um das Wort „Lecken“ zu umgehen. Eine Sprachwissenschaftlerin aus den USA behauptet sogar, der englische Begriff „to go down on someone“ sei eine wörtliche Übersetzung von „Gamahucher“. So gesehen, könnte man das „ga“ als „gehen“ und das „ma“ als Kürzel für „mettre en avant“ (sich vor sie/ihn) stellen. Die Herkunft des Begriffs bleibt aber ein Objekt der Spekulation.