Erniedrigung

Erniedrigung ist die Möglichkeit einer machtvollen Person, andere Menschen zu demütigen, zu beschämen oder mit Verachtung zu überziehen.

Erniedrigung als Rollenspiel

Wenn Menschen an Rollenspiele denken, fällt vielen die „Domina“ ein, die gerne mit Peitsche oder Rohrstock abgebildet wird. Aber das ist eher ein Klischee - Rollenspiele richten sich oftmals an die „ganze Person“ und berühren sowohl den Körper wie die Psyche. Bild: Beispiele der Häufigkeit (Fantasien als Basis)

Was ist erotisch an der Erniedrigung?

Viele Menschen fragen sich, warum auch Erniedrigung im Rollenspiel als „erotisch“ gelten können. Und wer im privaten Bereich (beispielsweise bei Liebes- oder Ehepaaren) an Rollenspiele denkt, wir sich fragen, ob solche Spiele auch „privat“ durchgeführt werden können.

Genau zu klären ist dies nicht, aber es gibt Anhaltspunkte:

  1. Zunächst ist vielen Säugetieren (also auch Primaten und Menschen) angeboren, sich spielerisch einzuordnen, als auch, sich „unterzuordnen“. Ein Spruch, der gelegentlich auch beim gewöhnlichen Sex fällt, ist „Mach mit mir, was du willst.“
  2. In bestimmten Situationen empfinden wir Menschen „Scham“. Diese Eigenschaft spielerisch zu nutzen, kann dies sehr reizvoll und erregend sein.
  3. Wer heftige Scham oder gar Schuld empfindet (zum Beispiel wegen seiner Nacktheit, körperlicher Mängel oder einfach wegen bestimmter Gedanken), kann diese ablegen, indem er sie mit jemandem auslebt.
  4. In manchen Fällen ist es einfach der Wunsch, einer betont schönen Frau oder einem besonders ansehnlichen Mann „zu Füßen zu liegen“.
  5. Fetischistische Handlungen zu erproben und dabei den Grad der Lust festzustellen, kann ein weiterer Grund sein.
  6. Vielfach werden Erniedrigungen, verbal wie körperlich nachgespielt, weil, sie der/die Betreffende sie erfahren oder „nochmals“ erfahren will.
  7. Bei Körperstrafen ist es möglich, dass sie im Zusammenhang mit Ereignissen nachgespielt werden, zum Beispiel „unartig gewesen zu sein“.

Das alles gilt zwar als ungewöhnlich, kann aber nachvollzogen werden. Tatsächlich sind in den sieben Punkten häufige Fantasien enthalten.

Extreme Rollenspiele - nicht für alle Menschen denkbar

Extremer sind Rollenspiele, in denen heftige Unterwerfungen erprobt werden, also Fesselungen, „Keuschhaltung“, „Besudelungen“ oder etwas Ähnliches. Ebenso gehören Rollenspiele dazu, die mit dem „Beichten der Sünden“ zu tun haben oder damit, „in Tränen aufgelöst“ zu sein.

Solche Rollenspiele gehören in der Regel nicht mehr zu den Möglichkeiten, die Ehe- oder Liebespaare einander zumuten.